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Statistische Daten aus dem Lehrbericht 98/99: Der durchschnittliche Computerlinguistikstudent fängt mit durchschnittlich 27 Jahren zu studieren an, studiert durchschnittlich 9 Semester lang, und hat mit durchschnittlich 26 Jahren das Diplom in der Tasche. Das können Sie auch? Dann schreiben Sie sich ein!
Sie sind ruhig. Sie sind entspannt. Sie spüren den Wunsch,
Computerlinguistik studieren zu wollen. Sprechen Sie mir ruhig
nach. Ich will Computerlinguistik studieren. Ich will Computerlinguistik
studieren. Ich will Computerlinguistik studieren. Ich will zusätzlich
mindestens ein Nebenfach belegen und mindestens zwei Hiwi-Jobs
pro Semester. Ich will Computerlinguistik studieren. Anstrengung
macht Spaß. Ich will Computerlinguistik studieren. Im Seminarraum
ist es nicht kalt. Ich will Computerlinguistik studieren. Alles
ist gut.
Warum fern der Uni eine schäbige teure Wohnung ohne Internetzugang
beziehen, und jeden Tag Stunden auf der Fähre von Tunis
nach Malta verbringen, wenn man es auch einfacher haben kann?
Überlegen Sie einmal, an welchem Ort Sie den Großteil
ihrer Zeit verbingen. Wäre es nicht effizienter, sie könnten
dort wohnen? Ein neues Angebot der COMA: Günstige
Stuhlvermietung im CIP-Raum! Bequeme blaue Bürosessel, mit
hoher Rückenlehne und praktischen Rollen. Unisex-Toilette
um die Ecke! Eine gemütliche 15-er-WG mit Standleitung
zum Internet! Mieten Sie sich noch heute Ihren Stuhl
im CIP-Raum! (Wir bitten unsere Wohnungssuchenden, das Wort "unisex"
im Wörterbuch nachzuschlagen, bevor sie einziehen. Danke.)
'Die Computerlinguistik, grob gesagt zwischen Sprachwissenschaft
und Informatik angesiedelt, dabei z.T. der Kognitionswissenschaft
zugehörig und z.T mit der KI überlappend und sowohl
mit theoretischen als auch angewandten Teilbereichen, unter Einbezug
formaler linguistischer Theorien über die Generierung und
Verarbeitung menschlicher Sprache und komplexitätsbedingten
Einsatzes von Computersimulation, mit dem Ziel verbesserter Mensch-Maschine-Interaktion,
größerer Akzeptanz von moderner internationaler multimedialer
Software und somit höherer Produktivität, zur Optimierung
der Kommunikation, Rechtschreibprüfung, Datenbanken und
Informationsfindung im Internet, als eine perfekte Fusion von
Mathematik, Linguistik, Psychologie und Informatik.'
Computerlinguisten sind all die, die jetzt sagen: "Ich
habe 'n Syntaxstrukturbaum, einen bottom-up-parse und eine RST-Analyse
gemacht. Dem Satz fehlt das Prädikat."
Auf Malta gibt es drei Hauptverkehrsmittel, Omnibusse, Flugzeug und die Transkribierende Eisenbahn:
- Hochqualifizierte maltesische Wissenschaftler haben beobachtet, dass rennende Menschen Omnibusse generieren. Daher setzt der maltesische Verkehrverbund Busattrappen ein, die immer in letzter Sekunde um die Ecke zu verschwinden scheinen, um die Fahrgäste zum Rennen zu veranlassen, und erspart sich so den Kauf echter Omnibusse. Aus noch nicht näher erforschten Gründen scheinen die daraufhin nach Malta tunnelnden Omnibusse allesamt aus Saarbrücken zu stammen. Die mit Erdgas betriebenen Omnibusse können leider auf Malta nicht aufgetankt werden, weswegen die maltesischen Verkehrsbetriebe seit Jahren um die Vergrößerung ihres vollgeparkten Betriebshofs kämpfen.
- Transkribierende Eisenbahn: Zur bewegten Geschichte dieses historischen Verkehrsmittels ist nicht viel bekannt. Man weiss nur, dass um die für ihren Betrieb notwendigen Tonsilben zwischen Russland und China in den Jahren 1908-1911 ein heftiger Krieg geführt wurde, aus dem Malta natürlich als strahlender Sieger hervorging. Bis zum heutigen Tag fährt die Eisenbahn auf der Strecke vom Bahnhof zur Universität, und von dort weiter zum Flughafen. Chinesische Austauschstudenten können sich um einen gutbezahlten Platz als Lokomotivführer /Heizer bewerben!
- Das Semesterticket erlaubt nicht nur kostenlose Benutzung aller Busse, sondern auch aller inner-maltesischen Fluglinien. Das Essen während der Flüge ist allerdings nur minimal besser als in unserer Mensa, spart's Euch, es ist eine komplette Leibesvisitation nicht wert.
Als erste Fakultät der Universität Malta hat die Computerlinguistik einen eigenen Lebensmittel- und Getränkeautomaten angeschafft. Das Angebot reicht von Sekt, und Champagner über Rotwein, Bier, Tee und Kaffee bis zu Erfrischungsgetränken wie Coca Coli und frischgepresstem Merziger Orangensaft. Der Lebensmittelautomat serviert täglich frische Käse-Party-Spießchen (denn der nächste Leibnizpreis ist nicht weit!), Pizza, Flammkuchen, und Straciatellaquark.
Selbstverständlich ist auch dieser Automat --ebenso wie unser Fahrstuhl-- sprachgesteuert. Die Bestellung von Essen per Spracherkennung wirft allerdings ein paar typische Probleme auf, z.B. die durch Unterspezifikation entstehenden alternativen Lesarten des Satzes "Ich hätte gerne Bier." -- "...in die hohle Hand?" "...auf den Boden geschüttet??" Von "in einem Glas" ist bei der typischen Bestellung nie die Rede!
Da bei unterspezifierten Eingaben das Ergebnis bekanntermaßen auch unterspezifiert ausgegeben werden muß, gibt der Automat in diesem Fall das Getränk standardmäßig gefroren als Eisblock aus, um keine Lesart zu erzwingen. Wenn der Kunde das Getränk in einem Glas wünscht, steht es ihm dann immer noch frei, den Eisblock in ein Glas hinein auftauen zu lassen.
Auch heissen Kaffee friert der Automat ein, damit er länger frisch bleibt, ebenso Bier und Rotwein. Getränke wie der unterspezifische gefrorene Rotwein sind bei einer Mitbestellung eines Käse-Party-Spießchens auch wahlweise handlich als z.B. Eisweinwürfelchen zwischen der Olive und dem Käsestückchen erhältlich. Manche Leute werden einwerfen, gefrorene Weinwürfel seien stillos, aber diese haben übersehen, dass sich der Zahnstocher leicht umdrehen und als Stil verwenden lässt.
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