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Computerlinguistik Malta

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Vorlesungsverzeichnis


An der Computerlinguistischen Fakultät angebotene Vorlesungen und Seminare in diesem Semester:

  • Vorlesung: Mathematische Grundlagen I

Verschiedene Beweisführungsmethoden mit Hilfe männlicher Logik ("All men are mortal. Socrates was mortal. Therefore, all men are Socrates."), Beweis-durch-Gegenbeweis mit Hilfe weiblicher Logik. Induktionsbeweis über die Anzahl der Tafelfilzstifte, die man braucht, um unüberunabunzählbar unendlich unviele Unwahrheitstafeln an der Tafel zu berechnen. Und dieses Jahr neu -- Angewandte Mengenleere im Survivaltraining: Wie mache ich in Notsituationen eine Zahl aus leeren Mengen? (Gastdozent MacGyver).

  • Vorlesung: Mathematische Grundlagen II

Ohne Formale Sprachen und Automaten kommt man heutzutage im Alltag nicht mehr weit. In dieser Vorlesung wird ihnen so hoch-qualitatives umfassendes Wissen vermittelt, dass Sie mit ihrer Eloquenz in Zukunft jeden beliebigen Prädikatenlogik-Muttersprachler, den Sie in der Strassenbahn treffen, alt aussehen lassen können. Auch werden Sie lernen, wie Sie es auf beeindruckende Weise fertigbringen, dem nondeterministischen Automaten im Informatikgebäude ganz kontext-frei mitzuteilen, dass Sie weder Milchpulver noch Zucker in ihre Tomatensuppe wollen.

  • Vorlesung: Mathematische Grundlagen MCMXCIX

In dieser Vorlesung beantworten wir die aktuell überall in den Medien diskutierte Frage, ob man mehr Mathematikvorlesungen anbieten könnte, wenn man sie in Zukunft statt mit lateinischen mit hexadezimalen reellen Zahlen durchnumerieren würde.

  • Vorlesung: Syntax und Morphologie

Hier lernen Sie unter der fachlichen Anleitung von Oberhoflinguistiker Padó zum Beispiel, wie sich das Wort Anchovis morphologisch aus dem Wort Fisch herleiten lässt: "Fisch" lässt sich zerlegen in die zwei Morpheme "Fis-ch". Hier erkennt das geübte Auge sofort das verkürzte Zirkumfix "Fis", das noch gut in der alten Form "Fis-ch-fis" zu sehen ist. Dieses Wort trat nachweislich auch mit dem Allomorph "vis" ("Fis-ch-vis") auf. Seit 1860 (Romatik, Wagner) ist zudem die enharmonische Verschiebung von "Fis" nach "As" ein häufig beobachtetes Phänomen, was sich mit der seit dem 14. Jahrhundert nur noch im niederfränkischen nachweisbaren Nebenform"As-ch-vis" belegen lässt, bzw mit der später durch Epenthese abgewandelten Form "An-ch-vis". Aus Ausspracheerleichterungsgründen lässt sich schon früh ein Fugen-o nachweisen (vergleiche die ähnliche Bildung: "Radio-o-orchester"), wodurch das Wort "Anchovis" in seiner heute bekannten Form entstand.

  • Vorlesung: Phonetik und Phonologie

Die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema, warum nasale Ejektive potentiell ansteckend, und bilabiale Ejektive schön sind, außer während Informatikvorlesungen.

  • Seminar: Unintensional Pragmatics

Warum scheinen Menschen manchmal nicht zu sagen, was sie meinen? Und warum scheinen sie manchmal nicht zu meinen, was sie sagen? Wenn ich glaube zu wissen, was ich meine, und zu sagen, was ich denke, warum glauben dann meine Zuhörer, sie verstünden, was ich meine, aber tatsächlich glauben sie bloß, sie wüssten, was ich meine, und am Ende verstehen sie eigentlich nur das, was sie denken, dass ich meine, aber nicht das, was ich meinte und ursprünglich glaubte gesagt zu haben, da ich nicht annahm, dass sie glauben würden, dass ich das meinen würde, was sie denken würden, dass ich es meine würde, obwohl ich doch eigentlich klipp und klar gesagt hatte, was ich meine?? Na?!! Hört mir überhaupt noch jemand zu!?! HÄ?? <röchel> ["Meine Damen und Herren, ein Notfall. Keine Panik, es ist alles unter Kontrolle. Ist ein Syntaktiker anwesend?"] - Ach geh mir weg mit dem $*#X%-Syntax-Zeug! Aaaaah!! NEIN! IIIEH!!! - ["Entschuldigen Sie bitte die kleine Unterbrechung. Wir fahren jetzt einfach so fort, als ob nichts gewesen wäre. Danke."]

  • Projektseminar SPSG - Stomach-driven Phrase Structure Grammar für stark situationsabhängige spontane Unmutsäußerungen im alltäglichen Kontext mit Öffentlichem Nahverkehr, Wetter und Computern im allgemeinen, und mit Mensaessen im besonderen, und ihrer häufigen Ungrammatikalität bzw Ellipsität, und Untersuchung der Gründe dafür an konkreten Beispielen vor Ort.

Dieses Projektseminar befasst sich zudem mit der Fragestellung, ob es wirklich nötig war, dass der Titel länger ist als die Beschreibung.

  • Software-Projekt: Constraint-basierte Repräsentationen höherer Ordnung für unterspezifizierte Semantik in proto-südkamtschatkaischen Dialekten

Dieses vielversprechende zukunftsweisende Software-Projekt wurde 1852 zum ersten Mal angeboten und erfreut sich seit damals konstanter Beliebtheit. Hauptaufgabe ist es dieses Semester, endlich den endlichen deterministischen Automaten zur Beseitigung der Rechtschreibfehler in der 864 GB großen kyrillischen Datenbank fertigzustellen, eine moderne zeitgemäße graphische Ausgabe für die Strukturbäume zu entwickeln (in Farrbä uund buuunt), und die Treibersoftware von Lochkarten in die neue revolutionäre Programmiersprache "Oz" umzuschreiben.

  • Vorlesung: Informatik I

Grundlagen der Programmiersprachen. Vorkenntnisse: Lesen und Schreiben (lateinisches, griechisches, hebräisches Alphabet), Zählen und Rechnen (lateinische, arabische und binäre Zahlen, inklusive der Null!), aktive profunde Fremdsprachenkenntnisse (Englisch, Deutsch, Induktion, Algebra, ML, Java, LaTeX). Bitte legen Sie bei der Anmeldung ihren Impfnachweis gegen Rekursion vor.

  • Vorlesung: Informatik III

Tomatentheorie. Anforderungen für einen Leistungsnachweis: 50% der Übungsaufgaben, Bestehen einer mündlichen Prüfung am Ende des Semesters, ein Professorentitel am M.I.T., schon 2 Mal vom Blitz getroffen worden zu sein und es überlebt zu haben, und ein Highscore von über 1672 im "Liebe freundliche Parabel durch böse Höhle steuern"-Spiel.

  • Programmierkurse

Oz dem ganCn angebotenen ProgrammiersprachenkrempeL IS Praktisch frei wählbar. Prolog wird nicht mehr angeboten, da Fwemde Dingen Passie'ten.

  • CoLi-Kolloquium

Herr Oberhoflinguistiker Padó hält mehrere Vorträge über seine Veröffentlichungen in den vergangenen Jahren. Das Programm der kommenden drei Wochen:

  1. IUDRT -- Intensionale Unterspezifizierte Höhere Ordnungs-Repräsentationen für Diskursrepäsentationstheorie (Herr Padó gibt Einblicke in seine Diplomarbeit)
  2. VEFIUDRT - Verbesserte Erweiterte Fehlerbereinigte Intensionale Unterspezifizierte Höhere Ordnungs-Repräsentationen für Diskursrepäsentationstheorie (Herr Padó erläutert seine Dissertation)
  3. ABC (Herrn Padós Habilitation)

  • Vorlesung: Grammatikformalismen

Frau Oberhoflinguistikerin Fuchss leitet diese Einführung in die neusten Theorien der Grammatikformalismen. Sie zeigt dabei auch anschauliche Anwendungsmöglichkeiten der vorgestellten Methoden in der alltäglichen Praxis. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der exemplarischen Einarbeitung in den CUNG ("Cyclic Undirected Nauwieser Graph"), um dann im zweiten Teil der Vorlesung ein tiefergehenderes Verständnis des P.E.N.T.A.G.O.N. zu ermöglichen ("Partially Explored Non-Trivial Antisymmetric Graph Of the Nauwieserviertel").

  • Vorlesung: Mathematische Grundlagen III - Statististische Methoden der Sprachverwirrung

Eine repräsentative Umfrage unter 421 mal denselben 35 willkürlich gewählten Internet-Usern hat eindeutig ergeben, dass 62.4529% der Computerlinguistikstudenten in 40.0701% der Fälle 49.9177% Ihrer Mathematikhausaufgaben aus den Hausaufgaben Ihrer Kommilitonen zusammenraten. In dieser Vorlesung werden Sie lernen, 78.5% dieses Ergebnisses um mindestens 22% zu optimieren!
Innerhalb weniger Monate behandeln wir Konvergenz, die MATRIX, Kombinatorik, Schätztheorie, Integralrechnung mit der Eulerschen Zahl im Exponenten eines Nenners unter der Wurzel aus einer imaginären Zahl, mehrdimensionale Zufallsvariablen, Varianz, den Viterbi- und den Backward-Forward-Algorithmus, UNIX For Poets, und Monotonie.
Wir taggen, parsen und annotieren Korpora automatisch, und stimmen anschließend demokratisch über die Bi-, Tri- und Pentagramm-Wahrscheinlichkeiten ab. Aus den so ermittelten statistischen Übergangsmatrizen läßt sich sogar die ursprüngliche Reihenfolge von irrtümlich alphabetisch sortierten Tokens eines Korpus mit Hilfe der wahrscheinlichsten Hidden-Markov-Ketten wieder vollständig rekonstruieren! Diese Behauptung werden wir im zuge der Vorlesung intuitiv nachvollziehbar durch den Wurf einer fairen fünfseitigen Münze beweisen. Außerdem ist die Geschichte der Definition der Urbildabbildung eine Geschichte voller Missverständnisse, die hier im Laufe dieser VL geklärt werden sollen.
Wichtige Voraussetzung für die Teilnahme: Im Verlauf der Vorlesung muß man in der Lage sein, sich von der Semantik zu lösen!

  • Hauptseminar: Phonetik/Phonologie: Computerlinguistik in Maltesischen Volksliedern

Dieses Hauptseminar kann Dank der freundlichen Kooperation mit dem Soundkartenhersteller WhiteNoise Inc. angeboten werden. Im Laufe dieses Hauptseminars analysieren wir gemeinsam die Texte klassischer maltesischer Volkslieder wie "I shot the syntax, but I did not shoot morphology", "Killing my software with Windows", "Stand by your manual", "This LAN is your LAN", "It must have been lunch but it's over now" und natürlich "Mein Typ, der hat drei Features, drei Features hat mein Typ, und hätt' er nicht drei Features, so wär's auch nicht mein Typ". Dazu lernen Sie unter professioneller Anleitung nicht nur, komplexe Melodien durch Blasen in die hohlen Hände zu spielen, und faszinierende Glissandos hervorzuzaubern, indem Sie Ihre hohlen Hände mit Wasser füllen; sondern auch Ihre Befähigung, die aus anderen Vorlesungen hinreichend bekannten bilabialen Ejektive zu erzeugen, soll hier erweitert werden.

  • Sprachkurs: Holen für Anfänger

Wer bisher angeholt hat, seine Muttersprache perfekt zu beherrschen, dem wird hier in diesem Kurs noch viel neues beigeholt werden können. Ein der einheimischen Kultur angepasstes Beholen ist v.a. auch für Studenten aus anderen Ländern essentiell, wenn sie von den maltesischen Einwohnern ernstgeholt werden wollen! Regelmäßige Anwesenheit ist zum Bestehen der Prüfung genauso wichtig wie aktive Teilholung an den Übungen, bei denen kein Blatt vor den Mund geholt werden soll -- denn nur durch Sprechen lernt man die Regeln und Ausholungen der Jahrhunderte alten ausdrucksstarken Sprache Maltas. Im Anschluß an jede Übung besteht die Möglichkeit, gemeinsam seine neuerworbenen Sprachkenntnisse bei einem ernehmenden Kneipenbummel auszuprobieren!

  • Interdisziplinäres Projektseminar: -Kalkül bei Herztransplantationen

Wieder einmal ist die Universität Malta Vorreiterin in der Erforschung neuer Einsatzgebiete der Computerlinguistik. In Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät in h'Mburq wurde von uns ein Konzept entwickelt, dass die Humanmedizin revolutionieren wird!

  • Stammvorlesung: Photokopieren

Ein Schein in dieser Vorlesung ist Vorraussetzung für das Vordiplom, auch für Nebenfächler. Ziel der Vorlesung ist die perfekte virtuose Beherrschung aller am Kopiergerät einstellbaren Parameter (z.B. "beidseitig", "verkleinert", "vergrößert" oder "halb abgeschnitten"), ein intuitives Verständnis der Fehlermeldungs-Icons, sowie die rituelle Weitergabe des mystischen Geheimnisses, das hinter der Funktionsweise der "heller-dunkler"-Taste liegt.

  • Klassifizierung von Vorlesungen anhand von Konnektionistischen Maschinellen Lernmethoden

Auf Anregung der Fachschaft wird ab dem nächsten Semester für alle Veranstaltungen eine sog. "Confusion Matrix" angegeben, die es erleichtern soll, den Schwierigkeitsgrad eines Kurses besser einzuschätzen.

Confusion Matrix war nicht verwirrt war verwirrt
wirkte nicht verwirrt0 - 19
wirkte verwirrt414

Die Tabelle ist wie folgt zu lesen: Rechts unten befindet sich die Anzahl verwirrt wirkender und tatsächlich verwirrter Studenten (meist der größte Anteil). Links oben hingegen die Anzahl nicht verwirrt wirkender und nicht verwirrter Personen (oft nur der Dozent, manchmal nicht einmal der). Links unten ist aufgetragen, wie viele Personen sich im letzten Semester trotz klaren Verständnisses verwirrt gestellt haben (vermutlich, um bei Kommilitonen nicht negativ aufzufallen; muß noch durch Verhaltenspsychologische Studien geklärt werden.) Rechts oben findet sich die Zahl derer, die verwirrt waren, aber sich nicht-verwirrt gaben. Wenn in den nächsten Semestern mehr Daten erhoben werden, kann bald mit dem Erstellen einer Larger Confusion - Matrix begonnen werden.

  • ProSeminar: Grammatikformalismen in Alltag und Politik

Abstract: Wie der ukrainische Linguist und Mathematiker Noam Noamowitsch Schtschomskov 1957 in seinem Buch "Sintaktikaja Strukturskta" zeigte, muß jede Phrasenstrukturregel als letztes Element den Namen "Lenin" enthalten, zB.

      S -> NP VP Lenin
      NP -> Det N Lenin
Um diese Entdeckung mit der empirischen Beobachtung, daß nicht jeder Satz in jeder möglichen Sprache das Wort "Lenin" enthält, zur Deckung zu bringen, führte er gleichzeitig die Transformationen "Lenin-deletion" ein, die folgendermaßen definiert ist:
      Lenin -> epsilon   wenn Lenin letzte Tochter
                         einer Konstituenten
Dem Hinweis des Politbüros, daß Lenin höchstens ein Sohn, niemals aber eine Tochter sein könnte, und dem Vorwurf, Lenins Mutter als Konstituente verunglimpft zu haben, auf welche bald ein Haftbefehl des Geheimdienstes NKDW folge, konnte sich Schtschomskov nur durch schleunige Flucht in die USA entziehen, wo er seit Anpassung seines Namens unerkannt als Amerikaner lebt.

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Stand: 30. Oktober 2003